Pflege und Wartung von Fenstern im Haushalt

Allgemeine Fensterpflege

Nachdem die neuen Fenster eingebaut wurden, sollten sie einmal gründlich von Staub und Putzresten befreit werden. Insbesondere in den Beschlägen, Dichtungen und Regenschienen können sich die Partikel festsetzen. Stellen Sie sicher, dass sich die Scharniere und andere bewegliche Teile leicht drehen lassen. Überprüfen Sie auch, ob die Fensterflügel richtig eingestellt sind. Sie dürfen nicht gegeneinander laufen, sonst verschleißen Holz- oder Metallteile mit der Zeit. Letzteres ist sehr wichtig und sollte in regelmäßigen Abständen nach dem Fenstereinbau kontrolliert werden, besonders wenn es sich bei dem Gebäude um einen Neubau handelt.

Hier herrscht meist beim Einbau der Fenster eine höhere Bau-Feuchtigkeit, die im Laufe der Zeit schwindet. Das Mauerwerk setzt sich etwas, sodass sich auch die Fensterteile leicht verschieben und plötzlich gegeneinander reiben können. Stellen Sie die Fenster gegebenenfalls nochmal neu ein.

Scheibenoberfläche richtig reinigen

Zur Reinigung der Scheibenoberfläche eignet sich ein weicher Schwamm oder ein Fensterleder. Noch schneller und komfortabler kommt man mit einem Gummiabstreifer mit Wischschwamm voran. Verwenden Sie insbesondere im Außenbereich reichlich Wasser, damit Staub oder Sandkörnchen beim Abwischen nicht die Scheibenoberfläche zerkratzen. Verwenden Sie entweder nur Wasser oder helfen Sie mit einem handelsüblichen Glasreiniger nach, um die Verschmutzungen noch effektiver zu beseitigen. Scheuermittel oder aggressive chemische Reiniger sind nicht für die Pflege der Fensterscheiben geeignet.

Pflege von Holzfenster

Je nachdem, nach welcher Himmelsrichtung die Holzfenster ausgerichtet sind, sind Sie unterschiedlich stark von der Witterung betroffen. Pflegen Sie die Fenster, die den Wettereinflüssen ausgesetzt sind besonders gut. Wenn die Farbe bereits abplatzt oder Risse sichtbar sind, ist es höchste Zeit für einen Renovierungsanstrich:

  1. Schleifen der beschädigten Stellen
  2. Imprägnierung
  3. Grundierung
  4. Lack oder Lasur auftragen

Überprüfen Sie auch die Versiegelungsfugen, denn gerade die sind besonders anfällig für Verwitterung. Beschädige Versiegelungsfugen müssen komplett herausgeschnitten und neu versiegelt werden.

Holzfenster lassen sich gut mit einem feuchten Haushaltstuch reinigen. Verwenden Sie am besten ein Baumwolltuch. Mikrofasertücher sind oft nicht so gut geeignet, da sie feine Metallspäne enthalten. Diese können Kratzer auf der Oberfläche hinterlassen und die Versiegelung beschädigen. Das gilt nicht nur für den Fensterrahmen, sondern für alle Bestandteile des Fensters.

Kunststofffenster richtig pflegen

Kunststofffenster oder Aluminiumfenster werden ebenfalls mit Wasser oder einem Haushaltsreiniger auf Naturbasis gereinigt. Gut geeignet ist zum Beispiel ein Spritzer Geschirrspülmittel, der einfach in einen Eimer mit lauwarmem Wasser gegeben wird.

Verwenden Sie keine scheuernden Reinigungsmittel oder Reiniger mit aggressiven Bestandteilen. Diese können die Oberfläche beschädigen. Auch Topfreiniger, Verdünnungen und PVC-Löser sind nicht für die Behandlung von Kunststofffenstern oder Aluminiumfenstern geeignet, selbst wenn diese stark verschmutzt sind.

 

Fensterbeschläge warten und mit Öl behandeln

Direkt nach dem Einbau der Fenster sollten Sie die Beschläge besonders genau prüfen und gegebenenfalls von Mörtelspritzern, Zement- oder Kalkresten befreien. Überprüfen Sie mindestens einmal jährlich, ob die Beschläge noch leicht und störungsfrei arbeiten und beseitigen Sie dabei Staubablagerungen und Schmutzpartikel. Geben Sie außerdem ein säure- und harzfreies Öl auf die Verriegelungszapfen, Führungsschlitze, Riegelstange und Schließteile, um ihre Lebensdauer zu erhöhen.

Pflege von Dichtungen

Kontrollieren Sie die Fensterdichtungen vor allem im Herbst, wenn es draußen langsam kühler wird. Sind die Dichtungen noch in Ordnung, reinigen Sie sie mit klarem Wasser oder einem milden Reiniger. Tragen Sie außerdem eine Portion Talkum (pulverisierter Talk) oder eine Pflegemilch auf. Das erhöht die Lebensdauer und lässt die Dichtungen nicht so schnell spröde werden. Sind die Dichtungen bereits brüchig oder sitzen nicht fest, sollten sie ausgewechselt werden, denn so ist ihre Funktionsfähigkeit nicht mehr gewährleistet.