Schallschutzglas

Schallschutzglas unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von einer doppel- oder dreifach verglasten Fensterscheibe. Beim genaueren Hinschauen sieht man jedoch, dass einzelne Glasscheiben wesentlich dicker sind, damit der Schall zuverlässig gedämpft wird. Es gilt das Prinzip: Masse verhindert Schwingungen und Schwingungen transportieren Schall. Daher besteht das Grundprinzip einer Schallschutzscheibe darin, dass auf der Seite des ankommenden Schalls mit “Masse“, also mit dicken Gläsern, dem Lärm entgegen gehalten wird. Schallschutzverglasungen verfügen über eine dickere Außenscheibe und bei höheren Schallschutzklassen zusätzlich mit einer dickere Innenscheibe. So werden die Geräusche durch Außenscheibe und Innenscheibe mehrmals vermindert und die Schallwellen können nur sehr schwer ins Rauminnere gelangen. Natürlich können nicht alle Geräusche von außen hundertprozentig eliminiert werden, gerade wenn es sich um sehr laute Baustellengeräusche oder ähnlichen Lärm handelt. Trotzdem ist Isolierglas eine gute und effektive Möglichkeit, um sich vor störenden Geräuschen von außen zu schützen.

Achten Sie darauf, dass das Fenster mit Schallschutzglas korrekt eingebaut und mit einer zusätzlichen Fugendichtung versehen wird. Nur wenn das Fenster optimal eingebaut ist und fugendicht schließt, kann der Schallschutz effektiv funktionieren. Für den Einbau können Sie auch einen Fachmann engagieren, wenn Sie sich selbst nicht sicher sind, wie die Montage fachgerecht funktioniert.

Wann ist eine Schallschutzverglasung sinnvoll?

Lärm ist ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor, der Wohnkomfort und Lebensqualität stark beeinträchtigen kann. Viele Menschen, die ständigem Lärm ausgesetzt sind, leiden unter Schlafstörungen, physischen und psychischen Unwohlsein. Doch das muss nicht sein, denn mithilfe einer guten Schallschutzverglasung lassen sich selbst hohe Geräuschpegel zuverlässig minimieren. Schallschutzverglasungen eignen sich zum Beispiel für Wohngegenden in der Nähe von

  • Autobahnen,
  • Flughäfen,
  • Schulen und Kindergärten,
  • Fabriken und
  • weiteren lärmbelasteten Gebieten.

Schallschutzverglasungen sind in unterschiedlichen Schallschutzklassen erhältlich. Je höher die Schallschutzklasse, desto besser schützen die Verglasungen (bei fachgerechter Montage) vor eindringendem Schall.

Schallschutzklassen und ihre Eigenschaften

Man unterscheidet Schallschutzfenster nach den Schallschutzklassen 2, 3, 4 und 5 bis 47 dB (Dezibel). Je nach Lärmaufkommen kommt die eine oder andere Schallschutzklasse in Betracht:

Isolierglas mit der Schallschutzklasse 2 gehört zum heutigen Standard beim modernen Hausbau. Diese Schallschutzklasse bringen Isolierglasscheiben automatisch mit sich. Gerade in vielbefahrenen Wohnstraßen eignen sich aber häufig Schallschutzverglasungen mit der Klasse 3 oder 4 besser. Wer in einer Region mit sehr hohem Geräuschpegel wohnt, kann Fenster mit der Schutzklasse 5 kaufen.

Was nicht selten vergessen wird ist, dass Schallschutzverglasungen auch die Außenwelt vor Lärm schützen kann, welcher innen entsteht. So wollen z.B. Tonstudios mit Schallschutzverglasungen verhindern, dass die Außenwelt von der Geräuschentwicklung bei Musikproben gestört wird.